Dieser Teil der Eurovelo 1 - Altlantic Coast Route führte mich durch die schönsten Landschaften, die ich je gesehen habe. Berge, die sich aus dem Meer erheben, Strände, Buchten, aber auch unberührtes Land.

Die Route beginnt in Moskenes. Zwischen Moskenes und Tromsø, dem Ziel dieser Tour, liegen etwa 500 km Straße und mehrere Fähren.

Es sind nicht viele Höhenmeter zu bewältigen. Eine entspannte Tour für eine Woche.

narvik

Tag 1

Moskenes ist mit dem Bus oder der Fähre von Bodø aus erreichbar.

Von hier aus führt die Route immer nach Osten in Richtung Festland. Gleich zu Beginn der Tour gibt es viel zu sehen. Die Berge ragen aus dem Meer, die typischen kleinen roten Hütten, Stockfisch und viele Brücken verbinden die kleinen Inseln der Lofoten.

Zum Übernachten wurde ich in Flakstad fündig. Hier gibt es mehrere Campingplätze – Wildcampen ist in dieser Region offiziell verboten.

Tag 2

Von Flakstad nach Svolvær. Dieser Abschnitt bietet viel Grünland und wie der Rest der Strecke gibt es nicht allzu viele Höhenmeter. So bleibt mehr Zeit zum Genießen.

Ich befand mich die meiste Zeit in Küstennähe. Bei schönem Wetter ist es ein guter Kontrast zwischen Meer und Wald mit Bergen.

Es gibt ein paar Buchen, die man mehrmals rausnehmen muss, was auf den ersten Blick nach langen Umwegen klingt. Davon aber einfach nicht abschrecken lassen – es bringt die Möglichkeit, das bereits gemachte aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Am Ende der Route befindet sich ein Parkplatz mit öffentlicher Toilette. Es gibt auch eine kleine Feuerstelle mit Platz für ein paar Zelte.

Tag 3

Dieser Streckenabschnitt hat einiges zu bieten.

Das erste Highlight ist der Fahrradunterstand in Gunnfør. Dies ist eine Holzhütte am Strand, die für Radfahrer zum Übernachten gebaut wurde. Die große Glasfront garantiert eine gute Sicht. Bei schlechtem Wetter bleibt man trotzdem trocken und warm.

Nur wenige Kilometer später kommt man an einem wunderschönen Strand vorbei. Man muss aus einer Bucht herausradeln, aber es lohnt sich. Einfach eine kurze Pause und genießen Sie die Aussicht.

Um nach Melbu zu gelangen, müssen eine Fähre genommen werden. Radfahrer fahren kostenlos und es gibt Kaffee an Bord.

Der Aufenthalt auf Hadseløya ist kurz, denn nach 20 km führt eine Brücke nach Langøya.

Sortland ist ein guter Ort, um sich für die Nacht und den nächsten Tag einzudecken. In der Gegend um Sortland gibt es einige schöne Wildcampingplätze. Wo dies erlaubt ist, ist jedoch Vorsicht geboten.

Tag 4

Von Sortland nach Andenes kommt man ohne Fähre. Es sind mehrere Brücken zu überqueren.

Der größte Teil der Tour führt an der Küste entlang. Besonders der letzte Abschnitt ist sehr schön. Wenn das Wetter gut ist, hat man sehr gute Chancen, einen mächtigen Sonnenuntergang zu erleben. In Bleik gibt es noch einmal die Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln für die lange Fahrt mit der Fähre am nächsten Tag einzudecken.

Zum Übernachten bieten sich die Campingplätze vor dem Hafen an. Einfach und mit einer schönen Aussicht.

Hinweis: Die Fähre am nächsten Tag nach Gryllefjord verkehrt nur dreimal täglich - morgens, mittags und abends (ab August 2022).

Tag 5

Die Insel Senja hat eine Menge zu bieten. Der erste große Anstieg, ein schöner Aussichtspunkt, eine Bucht mit Sandstrand und mehrere Tunnel oder Galerien, die durchfahren werden müssen.

Der Verkehr ist in Ordnung und die Straßen sind breit. Wer eine abwechslungsreiche Landschaft sehen möchte, ist auf dieser Insel genau richtig. Die wirklichen Höhepunkte der Route sind jedoch nicht nur auf dieser Insel zu finden.

Pro-Tipp für Radfahrer: Am Hafen in Botnhamn gibt es nicht nur öffentliche Toiletten, sondern sogar eine Dusche.

Einer der absoluten Höhepunkte ist Sommarøy. Hier ist es ruhiger als auf den Lofoten, es gibt wunderschöne Inseln zu sehen, epische Sonnenuntergänge und Sandstrände mit kristallklarem Wasser. Das sollte nicht verpasst werden.

Tag 6

Dies ist eigentlich die letzte Etappe von Moskenes nach Tromsø.
Der Weg ist nicht weit und es bleibt noch Zeit, den Nachmittag in der Stadt zu verbringen oder ein wenig länger auf Sommarøy zu verweilen.

Die Route führt aber weiter nach Breivikeidet.
Um dorthin zu gelangen, müss durch Tromsø gefahren werden. Es gibt zwar einen Tunnel durch den Hügel der Stadt, aber mit dem Fahrrad sollte man den anstrengenderen Weg darüber wählen.

Besonders die letzten 20km dieser Strecke sind traumhaft und sollten für den Sonnenuntergang geplant werden. Die Berge vor einem leuchten feurig rot, der Himmel nimmt alle Farben an. Und im selben Moment ist das Meer zu sehen. Ein wirklich besonderer Ort für den Abend.

Tag 7

Es ist nicht weit zurück nach Tromsø. Die Strecke ist bekannt, aber nicht weniger interessant. Es gibt neue Ausblicke auf Berge, die man am Vortag passiert hat.

Dieser Tag ist optional, aber sehr empfehlenswert. Wer nicht mit dem Fahrrad zurückfahren will, für den gibt es auch Busse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.