Bike, Ski und Zelt in Südtirol

Bike_Ski_Tent

Mal was neues ausprobieren - mit Bike, Ski und Zelt in Kombination war ich noch nie unterwegs!

Logistisch war das Projekt eine Herausforderung. Die Ski irgendwie stabil auf dem Rad zu befestigen, sodass sie nicht stören und gleichzeitig auch nicht am Fahrradrahmen scheuern, hat etwas Kreativität gefordert. Am Ende hielt alles sehr gut und ich habe unterwegs nichts verloren. Bis auf eine Windjacke, die ich dank schneller Hilfe ein paar Tage später wieder zurück bekommen habe!

Tag 1

Endlich hat das Rad wieder brauchbares Gewicht! Über Ostern, habe ich mir gedacht, könnten wir ein kleines Abenteuer starten. Das heißt, wir haben unsere Skiausrüstung und das Zelt auf das Rad geschnallt und los gings!

Tag 1 verlief recht unspektakulär von Luttach nach Antholz - Nach der langen Winterpause musste das Sitzen auf dem Fahrradsattel noch gewöhnt werden. Auch das Gewicht des Rades war wieder etwas ungewohnt, was wir bei der Steigung zum Antholzersee zu spüren bekamen...

Die Nacht im Zelt war unerwarteterweise sehr warm. Wir erwarteten Minusgrade, doch daraus wurde nichts... Die hohen Temperaturen über Nacht und unser spätes Aufstehen an Tag 2 ließ uns entscheiden, dass es heute eine Genusstour mit den Tourenski werden wird. Es ging über den Antholzersee zum Staller Sattel und dort wurde reichlich gechillt.

Nach der Rückkehr zu den Rädern wollten wir zügig aus Antholz rausfahren, doch ein nettes Treffen ließ daraus nichts werden. So konsequent wie Simon und ich sind, verließen wir das Tal nach einer Einladung zu Bier und Nudeln um halb 4, anstatt ursprünglich geplant um eins. Herrliche Gastfreundschaft, schon am zweiten Tag. Erinnert mich ein wenig an vor 2 Jahren...🎉

Tag 2

Nach dem späten Start gestern Nachmittag in Antholz haben wir es erst nach Sonnenuntergang nach St. Magdalena in Gsies geschafft. In dieses Tal zu fahren ist deutlich angehenmer mit weniger Höhenmetern. Vor dem Zeltaufbau mussten wir noch den Einkauf für die nächsten Tage machen, da wir nicht wussten, wo und ob noch ein Geschäft geöffnet sein wird.

Die Nacht war ruhig, aushaltbar und etwas kälter als am Vortag. Mit den Ski ging es dann zum Kalksteinjoch, wo uns der Wind wieder sofort ins Tal bließ.

Wieder zurück bei den Rädern packten wir schnell zusammen, ließen uns von einer Mischung aus Rücken- und Gegenwind aus Gsies hinaustragen und weiter gehts...

Tag 3

Aus Gsies hinaus ging es recht zügig, dennoch machten wir in Welsberg kurz Pause.

Hier tankten wir nochmal Kraft und bekamen spontane Hilfe von einem Freund, welcher mir die Benzinflasche meines Campingkochers vorbeibrachte. Während dieser kurzen Tour habe ich versucht, diesen mit Gas anstatt Benzin zu betreiben, was aber nicht lange gut ging. Die Kartusche war schon nach 2 Tagen leer - keine Ahnung, was da los war, lief derselbe Kocher damals über ein halbes Jahr lang insgesamt mit nur 3-4 Litern Benzin... Never change a running system.... Die bewährte Benzinflasche musste also schnell wieder organisiert werden...

Nach Prags war es nicht mehr weit, aber kalt und windig. Dank eines Tipps von einem Einheimischen haben wir aber einen windgeschützten und halbwegs warmen Platz für die Nacht gefunden.

Die Skitour am Sonntag am Ende des Tales ging recht gut, wir fühlten uns fit und ausgeruht und es war wenig los. Wo genau die Tour war, werden die meisten eh erkennen und das bekannte Foto spare ich mir, davon gibt es schon viel zu viele im Internet...

Tag 4

Der Heimweg war dann sehr erfreulich! Wir durften schon wieder einer Einladung zum Essen nachkommen und der Weg zurück ins Ahrntal war dann dank der Stärkung, trotz des obligatorischen Gegenwindes, sehr schön.

Das war es schon wieder. Nach dreieinhalb Tagen unterwegs ist der kleine Ausflug zu Ende. Es war eine neue Erfahrung, mit Rad, Ski und Zelt in drei verschiedenen Tälern Südtirols unterwegs zu sein.
Bis auf den Zwischenfall mit dem Kocher und einer vergessenen Windjacke gab es keine größeren Probleme - das Material hat gehalten und die Pinion Schaltung läuft immer noch wie am ersten Tag...

Das Osterwochenende wurde gut genutzt und die Lust nach mehr ist geweckt. Hoffentlich ist es bald wieder möglich, sich etwas freier zu bewegen, damit dem größeren Abenteuer im Sommer nichts mehr im Weg steht.

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